Fürther Weinwanderbuch

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da gab es in einer kleinen Ansiedlung namens Fürth einige Weinberge, die von ihren Besitzern liebevoll über Jahrzehnte – wenn nicht sogar über Jahrhunderte – gepflegt wurden und derentwegen man sogar vor Gericht zog. Klingt wie ein Märchen? Es ist aber keines! Doch für viele Fürther Bürger ist es unvorstellbar, dass hier bis weit ins 19. Jahrhundert einmal Wein wuchs. Was hier wie ein Märchen anfängt, lässt sich in – größtenteils längst vergessenen – Spuren noch heute finden.

Wir beginnen die Spurensuche – den WeinWanderWeg – mit der Geschichte und den Eigenschaften des Rebstocks. Danach beschäftigt uns das fränkische Klima. Es geht weiter mit Würzweinen und wir gelangen über biblische Geschichten und die Weinheiligen zu den Weinfesten. Wir bekommen eine gepfefferte Neujahrspredigt zu hören, erfahren die Weinpreise vergangener Tage und einiges über die Geschichte des Weinlandes Frankens. Schließlich gelangen wir zu den Fürther Weinbergen. Nach rund zweieinhalb Kilometern werden wir das besichtigt haben, was vom Flößau-, dem Gänsberg-, dem Diebsteig-, dem Pfaffenberg-, dem Kampfstuhl- und dem Klingenweinberg übrig geblieben ist.

Zwei Dichter werden uns begleiten: Ludwig Derleth und Stefan Andres. Zwei Dinge haben sie gemeinsam: Beide schrieben über den Wein – die Weinlieder des Fränkischen Korans und das Weinpilgerbuch – und beide haben ein abgebrochenes Noviziat in ihrem Lebenslauf.

Aus dem Inhalt:

  • Paradiesbrunnen: Die Geschichte des Weins
  • Königsstraße 92: Würzwein
  • Mühlgasse 2: Duckla und Weinheilige
  • Gustavstraße: Weinfeste
  • Königsstraße 15: Wein, Verein und ein Pfarrer
  • Stadthalle/Paisleyplatz: Fürther Anbauflächen
  • Wilhelm-Mailänder-Straße: Weinbergstreit
  • Robert-Koch-Straße 12: Hexenhäuslasgschichten

Weinwanderweg,

ISBN-3-932376-50-1

Boxbeutelflasche mit einem Etikett auf dem steht: Renate Trautwein, Fürther Weinwanderweg